roland, 16. Juni 2005, 02:23
trackbacks sind bäh
es wurde hier schon in kommentaren angemerkt und anderswo sicher auch schon, aber mir geht es so: nervig finde ich trackbacks: 1. weil überflüssig (außer vielleicht vielleicht man hätte jetzt so einen megalangen kommentar dazu, der noch dazu irgendwo ganz andershin abschweift oder man wolle da jetzt wirklich einen nebenarm diskussionsmäßig aufmachen, aber dann auch nicht wirklich, dann linkt man halt von seinem weblog da hin und fertig, außerdem gibts ja auch noch ganz einfach linkbacks wie bei den referrern unten bei antville, und die sind dann eben nicht so wie: ) 2. kriegen das zig leute nicht mit den zeichensätzen hin und man hat nur murks 3. wird da oft nur angeteasert (auch eben wieder der widerspruch: entweder ich kommentiere bei einem, dann aber dort auch ganz sichtbar oder ich nehm das eben als anregung für nen eigenen weblogeintrag, dann genügt der link), 4. ist da meistens nicht mehr als "hat xy geschrieben das ... zitat" , 5. macht es seiten langsamer (nicht sonderlich wichtig, erwähne ich nur)
fazit: also ich verabscheue nun trackbacks nicht wirklich, sie nerven nur a bisserl und ich gehe ihnen auch praktisch nie hinterher - sprich, der "richtige" kommentar wird von mir eher gelesen als trackbacks (nicht zu erwähnen brauche ich eigentlich, dass die, die ich besonders schätze auf dieses instrument fast alle gänzlich verzichten)
am 16. Juni, 10:36 kommentierte
DaveKay:
na ja, Herr Ronsens
aber das ist nur ihre Meinung.
Mit Trackbacks macht man tatsächlich einen weiteren Zweig der Diskussion auf, die dann einem weitaus gemischterem Publikum zur Verfügung steht.
Das bedeutet, die Besucher des bloggers A treffen auf die Besucher des Bloggers B.
Ginge man von einem hermetisch verriegeltem System aus, bei dem sich alles nur im Kreis dreht, könnte ich die Ansätze verstehen, so jedoch nicht.
Betreffend der Backlinks muss ich noch anfügen, dass die wenigsten blogsysteme Backlinks automatisch generieren und anzeigen, von daher ist das sicherlich kein Punkt, der zu berücksichtigen wäre.
am 16. Juni, 11:31 antwortete
tinto:
aber das ist nur ihre Meinung
nein, das ist mindestens auch meine. Man sollte Dreckbacks wenigstens räumlich von den Kommentaren trennen und nicht mit ihnen vermischen, das nervt big time beim Kommentare lesen
(was ich zum Glück eh nur selten mache, denn seien wir ehrlich: die meisten Kommentare sind ja auch scheiße ;-)
am 16. Juni, 11:44 antwortete
DaveKay:
ja
eine räumliche Trennung fnde ich ebenfalls sinnvoll, deswegen verteufele ich aber nicht die Trackbacks, sondern denke nur, dass das verbesserungswürdig ist :)
am 16. Juni, 11:09 kommentierte
kristof:
Ich finde Trackbacks auch doof. Die hauen stilistisch voll dazwischen in den Kommentaren. Wenn sie sauber von normalen Kommentaren getrennt wären, wär's ja OK ...
am 16. Juni, 12:28 kommentierte jati:
Oha
...ganz schöner Unsinn, der hier verzapft wird. Man kann vielleicht sagen, dass Trackbacks falsch benutzt oder missbraucht werden, aber sie sind ein essentieller Bestandteil des Blogiversums. Da könnte man auch sagen, dass die chronologische Reihenfolge von Weblogs bäh ist oder dass jeder ein Weblog aufmachen kann, der das kann. Obwohl... Mmmh... ;)
am 16. Juni, 12:36 antwortete
Mama:
Blogiversum?
Ich finde ja Trackbacks OK, wenn sie irgendwo unten platziert werden und die Schrift in der gleichen Farbe wie der Hintergrund gehalten wird. Kann natürlich jeder halten wie er will.
am 16. Juni, 17:52 antwortete
kris:
wenn die meisten leute trackbacks "falsch" benutzen,...
dann sagt dass doch nur, dass die idee schlecht ist. gerade im kontext von communities müssen funktionen intuitiv und selbsterklärend sein. was "falsch" verwendet werden kann oder erst langwierig erklärt werden muss, ist schrott.
(ich habe z.b. auf communityblogs topics rausgekickt, weil die auch immer "falsch" benutzt werden.)
am 16. Juni, 19:34 antwortete
Mama:
Bei tug sind die Topics aber zu einer ganz eigenen Kunstform avanciert.
am 16. Juni, 19:35 antwortete
kris:
aber auch nur, weil die teilnehmer den witz kapiert haben.
am 16. Juni, 19:36 antwortete
Mama:
Nein, ich glaube, dass man für manche Features einfach betrunken sein muss.
am 16. Juni, 17:46 kommentierte
kris:
ich mag die dinger auch nicht
und zwar, weil sie eine art des bloggens unterstützen bzw. nahelegen, die ich nicht mag. bin in eile, aber wenn es euch interessiert, kann ich das später ausführen.
am 16. Juni, 17:54 antwortete
roland:
aber immer interessiert.
am 16. Juni, 19:12 antwortete
kris:
so jetzt
trackback wurde ja eigentlich geschaffen, damit auch die außenwelt diese ganzen verlinkungen sieht, die es sonst nur über die statistik gibt. für den trackbackenden war ausserdem wichtig, dass er seinen extrems hochwertigen content bei sich im blog posten kann und damit die volle kontrolle darüber behält.
das alles hat was mit der idee von der dave winer school of blogging zu tun, die davon ausgehen, dass ein weblog jemandens stellvertreter im netz ist. diese art von bloggern funktioniert aber nur, bei ganz wenigen leuten. 98% der leute können es sich gar nicht erlauben, einen stellvertreter im netz zu haben. (ich habe z.b. eine ganze hand voll, die aber keiner so leicht meiner realen person zuordnen kann)
ansonsten kommt das von weiter oben dazu. wenn etwas von allen falsch eingesetzt wird, dann ist es wohl auch falsch.
übrigens ist webloggen in den letzten jahren immer komplizierter geworden. aber der ganze schnickschnack kann nichts, was man old-school-weblog (feld zum text schreiben, permalink am text, sitestats) nicht auch schon konnte. deshalb haue ich die restlichen funktionen bei mir immer raus.
am 16. Juni, 21:58 antwortete
hun:
bisher habe ich immer nur blogs gesehen, wo ich den trackback link als verwirrend empfand. als inhaltlich weiterführend wirds das visuell nie eingebaut, ich empfinde die immer als inhaltlich störend. da sollten die track back freaks mal drüber nachdenken.
am 17. Juni, 00:20 antwortete
roland:
kris: ja, das ist wohl der punkt. interessant daran ist ja, dass das als leserservice sich verkauft, aber eigentlich so eine autorenhoheit bedient.
am 17. Juni, 00:26 antwortete
Irene:
...oder ihre Autorenhoheiten ;-)
am 17. Juni, 12:50 antwortete
kris:
hat wohl was mit der generellen überbewertung zu tun
die weblogphilosophen vernachlässigen immer, dass die mehrheit der leute mit ihren weblogs was ganz anderes beabsichtigen. ab und an stellt sich einer von denen hin und erklärt dem volk, dass webloggen oder trackbacken oder rss (usw.) eigentlich ganz anders gedacht war und dass sie alle nicht dazugehören.