praschl, 24. September 2003, 01:09

ich aber, ich mag weblogs, und manche liebe ich sogar. was da geschieht. was die leute aus sich herausschreiben können. was sie, vier, fünf sätze lang herausfinden können. wie sie einen unterhalten können. wie sie einander helfen. wie da stimmen auftauchen plötzlich. wie man gebildet wird. was man da erfährt. wie nahe einem diese leute kommen können, von denen man nur obskure pseudonyme kennt. wie da manchmal gespräche ausbrechen. wie da oft der schmäh rennt. wie man zusehen kann, wie leute sich entwickeln. wie man bei manchen merkt, dass sie bessere menschen werden. wie sich das anreichert über wochen, monate, jahre. wie einem sich immer wieder was festkrallt. wie man sich gleich wieder sorgt, wenn jemand länger nichts sagt. wie da gäste sich einfinden, von denen man ahnt, dass man sie gar nicht verdient hat.

aber manchmal glaub ich, ich bin fast der einzige, der das mag. oder der es sagt, wie sehr er das mag.
Ihr kommentar    


am 24. September, 08:05  kommentierte dieguteseite

... oder der es sagt

ja. danke.
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am 24. September, 08:35  kommentierte cursor

reicht doch

wenn sie das hierhin sagen
ich unterschreibe
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am 24. September, 08:46  kommentierte godany

hatte zum sagen noch nicht alle worte beisammen, aber so in etwa...ja.
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am 24. September, 09:03  kommentierte supatyp

man muss nicht zu allem sagen, wie sehr man es mag

es genügt, wenn man an dem ausgeführten erkennt, dass da jemand mit viel herzblut dabei ist
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oh

das ist mal gut getroffen!
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is doch wahr!
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am 24. September, 10:39  kommentierte fernsehratgeber

sehr gut. wie sie in vier, fünf sätzen herausschreiben können, was ich mag, was ich denke, das mag ich auch.
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am 24. September, 15:05  kommentierte Anke5

Ich fühle mich gerade ein klein bisschen weniger seltsam, weil auch mir manche Weblogs oder ihre Schreiber, die ich überhaupt nicht kenne, so fürchterlich ans Herz wachsen, dass ich mich ein wenig einsam fühle, wenn mal ein, zwei Tage nichts Neues auf der Seite erscheint.
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am 25. September, 01:04  kommentierte roland

was mir dazu einfällt, nicht das wichtigste, aber doch ein wie ich finde recht bemerkenswerter punkt: mir jedenfalls geht es so, dass ich bei den "richtigen", also denen, die ich sich ein dauerndes lesen meinerseits sichern können, oft irgendwann der wunsch auftaucht, die dann auch mal in echt zu treffen.

hab ich ja dann auch diverse male gemacht. und meistens sind diese treffen auch wirklich spannend / interessant, weil man sich eben übers lesen doch so eine figur schafft, die man dann mit den eindrücken abgleicht, wenn dann die person einem gegenübersitzt (wie aussagekräftig solchen "realen" begegnungen auch sein mögen).

so blöd es klingt und kommt mir selbst komisch vor, aber das hat das weblog-lesen jedenfalls bei mir geschafft: dass ich mir einbilde, mich wieder mehr (und grundsätzlicher) für andere leute zu interessieren.
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so blöd es klingt und kommt mir selbst komisch vor, aber das hat das weblog-lesen jedenfalls bei mir geschafft: dass ich mir einbilde, mich wieder mehr (und grundsätzlicher) für andere leute zu interessieren.

ja. und dass man sich ihnen langsam annähern kann, so stück für stück, jeden tag ein bisschen. das hat für mich was von muße. und das ist schön :o)
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am 28. September, 12:12  kommentierte herr k.

Schön gesagt

und das trifft für mich auch zu.
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