DaveKay, 3. Jänner 2008, 23:26

Werbung is evil

so war es, so wird es immer sein. Die Frage ist, wie reagiert man auf Werbung, lehnt man sie kategorisch ab? Versucht man sich mit ihr zu arrangieren? Setzt man sie selber ein? Und was, wenn meine Seite beworben wird, ohne mein Einverständnis?

Damit wären wir wohl beim aktuellen Zoff um XING, DAS Businessnetzwerk. Es hängt wohl schwer vom eigenen bisherigen Verhältnis zu XING ab, wie man auf die Werbung reagiert. Dass es welche gibt und vermutlich zur Finanzierung sogar geben muss, ist gar nicht das Problem, aber das wo und wie, darüber streitet man gerade doch reichlich.

Da ist die Rede von Profilen von zahlenden(!) Kunden, die beworben werden und ggf. sogar mit einer netten Werbung der Konkurrenz und das Ganze dann selbstverständlich ohne vorherige Ankündigung. Heureka! So schafft man Stimmung im armseligsten Social Network, ganz sicher.

Umso mehr muss man doch überrascht sein, dass es Blogger gibt die das ja mal wieder gar nicht so schlimm finden, gut, der Herr Lumma ist jetzt selber nicht ganz unbefangen, wenn Werbung das Thema ist, eine positive Einstellung dazu ist nahezu unabdingbar, aber es überrascht doch, dass die Sorgen der Mitglieder wieder so locker flockig abgebügelt werden.

Man nehme sich zu wichtig, nur ein Sturm im Wasserglas und dem eigenenen Arbeitgeber wird pauschal Kompetenz im Umgang mit dem Web angedichtet. Der Arbeitgeber werde das schon richtig einsortieren. Nennt mir bitte mal jemand die Steigerungsform von Euhemismus?

Gut, ein sehr unwahrscheinlicher Fall, aber nur mal angenommen, mein Arbeitgeber erreicht mein Profil dort und findet dann Werbung von der Konkurrenz dort vor, dann habe ich zunächst ein Problem und damit bin ich sicher nicht allein.

Ein Kommentator dort erfasst den anderen Aspekt sehr gut:
Manchmal hilft zur Verdeutlichung ein praktisches Beispiel:
1. Sie bekommen ein T-Shirt mit einem Werbeaufdruck auf der Brust geschenkt und können selber entscheiden, ob Sie es anziehen oder nicht. Das ist o.K.

2. Sie wollen aber keine Werbung machen und kaufen stattdessen ein T-Shirt. Nach dem Anziehen klebt Ihnen aber der Verkäufer - unter Kenntniss Ihres Geschlechts, Alters, Berufs, Ihrer Vorlieben, Interessen usw. - heimlich einen Werbeaufkleber auf Ihren Rücken und Sie laufen mit diesem T-Shirt durch die Gegend, bis Sie jemand darauf aufmerksam macht, dass die Werbung auf Ihrem Rücken doch wohl etwas unpassend ist. Nehmen wir an Sie sind 60, männlich, Arzt und machen Werbung für Via*gra oder weiblich, 20, Bankerin und machen Werbung für einen Sexshop, weil Sie dem Verkäufer erzählt haben, das sie gegen vorehelichen Sex sind (gemerkt wurde aber nur das Wort Sex). Ist das auch noch o.K.? Ich denke nicht.


Dem ist dann nichts mehr hinzu zu fügen.
(Blogs und Kommerz)
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kris, 7. September 2007, 10:47

Muhahaha!

"Ich würde gerne eine Brainstorming-Sitzung abhalten zur Benutzerfreundlichkeit von Blogs. Wie bekommt man User, die über Google auf den Blog kommen, gehalten, obwohl sie gar nicht wissen, dass sie auf einem Blog sind und wie er funktioniert? Wie kann man den Blog so gestalten, dass jeder DAU ihn für sich gut nutzen kann und die gewünschte Information findet? Die Sitzung kann auch gerne auf Englisch statt finden."
Quelle: BarCampVienna2007:Themenvorschläge
(Blogs und Kommerz)
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DaveKay, 27. Juni 2007, 19:37

Die A-Liste ist tot

es lebe die a(d)dic(t)al-Liste!

Es ist unfassbar, eigentlich, wie sich diese Werbeblogger dieser Tage entblöden.

Da meint ein MC-Winkel, man meine die Kritik gerade nicht ernst, sondern wolle einfach nur rummeckern und eine wirrer ix bringt folgende schöne Worte ganz unvermittelt in der Diskussion.
manchmal habe ich das gefühl du ziehst deine schlussfolgerungen besoffen auf einer hüpfburg umherspringend, mit einem burger-king krönchen auf dem kopf (das soll keine kritik sein, nur eine assoziation).
Der Bildblogger antwortet zuerst gar nicht auf Kritik und Johnny, ach geh weg, der ist von meinem Radar schon bei der verlagsgründung verschwunden.

Mir persönlich gehen die "geld-mit-Blogs-Verdienen-Arschgeigen" schon immer auf den Zwirn, aber in diesen Tagen lese ich die zum Teil sehr gerne, weil sie beweisen das A-List zwar Klickzahlen bedeutet, aber nicht zwingend auch Intelligenz.
(Blogs und Kommerz)
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